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Konsumfrei (Teil 1)

„Ich schenke von Herzen“ – aber ist das immer gleichbedeutend mit hohen Preisen für immer teurere Geschenke? Ich habe mir dazu einmal Gedanken gemacht und möchte diese mit euch teilen, bevor das Fest in Frust ausartet.
 
 
Toller, besser, unbezahlbar!?
 
Es ist nur einige Tage her. Da treffe ich Charlotte zum Kaffee. Sie arbeitet in der Buchhaltung einer kleinen Firma und kann sich einen ganz guten Lebensstandard leisten. Dieses Jahr feiert sie Weihnachten das erste Mal zusammen mit ihrem Freund Lars. Lars kommt aus einer wohlhabenden Familie und verdient selbst sehr gut. Und nun sitze ich an diesem Tisch und warte auf Charlotte. Mit 10 Minuten Verspätung hastet sie um die Ecke. Ihr Gesichtsausdruck genervt und gestresst. „Was ist denn mit dir los?“, frage ich sie. „Ich dachte, ich bin schlau und schaue mich schon einmal nach den ersten Weihnachtsgeschenken um. Horror! Alles was Lars schön findet, ist so teuer. Und dann seine Eltern. Da kann ich nicht mit einem 08/15 Geschenk unterm Baum sitzen. Ich hab nicht genug Geld für diesen Anspruch!“  Da war das Wort gefallen: Anspruch!? Weihnachten ist das Fest der Liebe, der Freundschaft, der Familie. Es soll etwas Besonderes sein. Aber muss das zwangsläufig mit teuren Geschenken verbunden sein nur des Anspruchs wegen? Ich war platt. Gutes Essen, tolle Momente, eigene Rituale – das wünsche ich mir vom Weihnachtsfest. Aber einen vorher festgesetzten Anspruch auf exklusive, teure Geschenke, die dich bereits vor dem Fest alle Nerven kosten? Nicht mit mir!
 
Dieses Jahr kein Konsum!

Meine Entscheidung war gefallen. Nachdem ich mir noch alle Geschenke-Optionen von Charlotte angehört und mich über teure Uhren und dänisches Porzellan geärgert hatte, überlegte ich mir einen Plan! Dieses Jahr schenke ich von Hand & Herz und mache meine Geschenke selbst. Nicht, weil ich das Geld nicht ausgeben könnte. Nein. Aber weil ich es einfach nicht möchte. In meiner Familie werden nicht unbedingt teure Lars-Geschenke gemacht, aber auch bei uns wird ordentlich und viel eingekauft. Doch dieses Jahr nicht mit mir. In der Zeit der Besinnlichkeit besinne ich mich auf das Wesentliche: Aufmerksam zu sein. Eine Aufmerksamkeit zu schenken. Die alles sein kann, aber nicht teuer sein muss! Ob das gut ankommen wird? Das weiß ich noch nicht so genau. Aber ich bin mir sicher, dass ich mich damit gut fühle, weil ich mich freimache von Ansprüchen und Erwartungen. Das tut mir gut. Und das ist sicherlich auch im Interesse meiner Familie und Freunde.
 
Entdecke in Konsumfrei Teil 2 kreative Geschenkideen zum Selbermachen.

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