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Wechseljahre (Teil 1)

Ich sitze im Auto, stehe an der Ampel und schaue in den Rückspiegel, um mein Make-up zu kontrollieren. Und ich sehe mich selbst, meine Augen, meine Fältchen und mein Alter. Solche Momente kennen die meisten von uns, aber gibt es den einen Moment, in dem man merkt, man ist alt und was bedeutet Alter für meinen Körper?
 
Für Frauen im Alter zwischen 40 und 50 beginnen die Jahre des Wechsels. Einem Wechsel wohin? Zum Altwerden, zum Verlust der Attraktivität? Nein! Das Klimakterium ist ein ganz natürlicher Prozess, der zwar die gebärfähige Zeit einer Frau beendet, damit aber nicht das Frausein selbst.
 
Was passiert mit mir?
 
Typische Symptome in den Wechseljahren sind Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen, Antriebslosigkeit, Infektionsanfälligkeit und Blasenentzündungen, Hitzewallungen, Scheidentrockenheit, verminderte Libido und Haarausfall. Zu diesen Beschwerden kommt es, weil um das 40. Lebensjahr herum, die Eierstockfunktionen nachlassen und die Hormonausschüttung zurückgeht. In der Zeit vor der Menopause, also in der Perimenopause, werden die Abstände zwischen der einen Periode und der nächsten immer größer. Der Östrogenspiegel sinkt gegen null und die Wechseljahresbeschwerden treten ein. Diese können von Frauen aber ganz individuell empfunden werden.
 
Ungeschminkt – die wahren Beschwerden
 
Haare im Gesicht, Schnarchen, Scheidentrockenheit – über diese Beschwerden möchten Frauen mit kaum jemandem sprechen. Der leichte Haarwuchs im Gesicht, hat damit zu tun, dass auch Frauen Testosteron bilden und das Östrogen in den Wechseljahren fehlt. So können die männlichen Hormone stärker wirken. Das Schnarchen älterer Frauen hat auch mit dem Hormonhaushalt zu tun. Sinkt der Östrogenspiegel, erschlafft unter anderem das Gewebe in der Nase. Dadurch werden die Nasenlöcher verengt und die Luftzufuhr erschwert. Warum die Scheide in den Wechseljahren nicht genug Feuchtigkeit produziert und was du dagegen tun kannst, kannst du in unserem Special Scheidentrockenheit nachlesen. Auch diese sehr unangenehmen Symptome sind ganz normal, sie treten aber nicht bei jeder Frau auf.
 
Dem Wechsel entspannt entgegen sehen
 
Die meisten Frauen fürchten die Menopause, da sie einen Verlust ihrer Weiblichkeit und Jugend empfinden. In unserer Kultur ist dies oft negativ geprägt, wohingegen z. B. in asiatischen Ländern der Wegfall der Fortpflanzungsfähigkeit mit größerer Freiheit, Achtung und Kraft einhergeht. Frauen, die dem Wechsel offener und positiver entgegensehen, können dadurch auch weniger Beschwerden haben.
Mit einer ausgewogenen Ernährung, regelmäßigen Bewegung und der Vermeidung von Stress, kannst du ein paar Beschwerden schon mal entgegenwirken. Das Wichtigste ist allerdings, dass du dir viel Zeit für dich als Frau nimmst.
 
Lese im zweiten Teil unseres Themenspecials was Ökotrophologin Dr. Bettina Dörr bei Hitzewallungen rät.

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