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Trockener Intimbereich

Wenn die Scheide einer Frau nicht genug Feuchtigkeit produziert, kann das sehr unangenehm sein. Ein Gefühl von Trockenheit, Juckreiz und auch Brennen oder Schmerzen beim Sex sind oft die Folgen. Vor allem Frauen in den Wechseljahren kennen diese Beschwerden, aber auch junge Frauen sind davon betroffen. Die Ursachen können sowohl seelischer als auch körperlicher Natur sein. Wir haben unsere Gynäkologin Dr. Corinna Heitmann nach ihrer Expertenmeinung gefragt.
 
Scheidentrockenheit und die Pille – kann das zusammenhängen?
 
Die Pille ist in Deutschland das am meisten angewandte Verhütungsmittel. Schützt sie auf der einen Seite relativ sicher vor einer ungewollten Schwangerschaft, so können auch Nebenwirkungen, wie zum Beispiel Scheidentrockenheit auftreten, die manche Frauen gar nicht unmittelbar mit der Pille in Verbindung bringen.
 
 
Die am häufigsten eingenommenen Pillen sind kombinierte Mikropillen. Diese enthalten ein östrogenes Hormon und ein Gelbkörperhormon (Gestagen). Aufgrund der niedrigen Dosierung liegt meist eine gute Verträglichkeit vor und die Pillen sind für eine langfristige Anwendung gut geeignet. Bei einigen Frauen kommt es jedoch durch den geringen Östrogengehalt zu lokalen Hormonmangelerscheinungen. Insbesondere die Zellen der Scheide und die der unteren Harnröhre besitzen viele Rezeptoren für Östrogen. Östrogene stimulieren als Botenstoffe Aufbau und Regeneration der Zellschichten der Scheidenhaut, die dann normalerweise relativ unempfindlich gegenüber äußeren Einflüssen ist. Durch die Pille wird die körpereigene Östrogenproduktion unterdrückt und das durch die Pille zugeführte Östrogen reicht nicht aus, um die oben beschriebenen Prozesse aufrechtzuerhalten. Als Folge werden Scheidenhaut, Schleimhaut der Harnröhre und der Blase dünner und empfindlicher, da auch die Durchblutung vermindert wird. Durch mangelnde Befeuchtung kommt es zu Mikrorissen mit Beschwerden wie Brennen und Juckreiz und das Gleichgewicht wird zunehmend gestört, sodass auch Infektionen häufiger auftreten. Hier kann dann eine regelmäßig angewandte lokale Östrogentherapie mit estriolhaltiger Salbe oder Zäpfchen wieder zu einer Normalisierung des Milieus führen. Diese kann auch vor und nach dem Geschlechtsverkehr angewendet werden, was die Empfindlichkeit und die Schmerzen reduziert bzw. diese komplett nimmt. Auch ein Wechsel auf eine Pille mit einem natürlichen Östrogen kann Abhilfe schaffen. Über diese Alternative sollte „Frau“ unbedingt mit ihrer Frauenärztin sprechen.
 
Hormonumstellung in den Wechseljahren
 
In den Wechseljahren kommt es natürlicherweise zu einer Reduktion der Östrogenproduktion der Eierstöcke. Meist macht sich der Hormonmangel im Genitalbereich drei bis vier Jahre nach der letzten Menstruationsblutung bemerkbar. Auch hier kommen zur Therapie östrogenhaltige Salben oder Zäpfchen zum Einsatz. Diese reduzieren durch eine Verbesserung der Durchblutung und einen wieder stärkeren Aufbau der oberen Zellschichten in der Scheidenhaut die Empfindlichkeit. Auch immer wiederkehrende Harnwegsinfektionen können so reduziert werden.
 
Seelische Ursachen und was du selbst tun kannst
 
Neben den körperlichen Ursachen wirkt sich auch Stress oder Nervosität auf deinen Körper aus und kann zu Scheidentrockenheit führen. Dagegen helfen meist entspannende Techniken wie Yoga oder autogenes Training. Während deiner Menstruation solltest du statt eines Tampons eine Binde verwenden, da Tampons Scheidentrockenheit verstärken können. Eine trockene Scheide muss kein Grund sein, auf Sex zu verzichten. Tatsächlich hilft gerade bei Eintritt der Wechseljahre ein regelmäßiger Geschlechtsverkehr, die Blutversorgung zu verbessern. Für den Sex lassen sich Gleitgele verwenden, welche die Reibung verringern. Auch der äußere Intimbereich einer Frau kann von Trockenheit betroffen sein. Hier kann eine spezielle Intimpflege helfen, wie zum Beispiel Sagella HydraSerum. Die enthaltene Milchsäure unterstützt den natürlichen Säureschutzmantel, während Salbei und Ringelblume die Haut im Intimbereich beruhigen. Hafermilch und Maltodextrin sorgen für die Verbesserung der Hautfeuchtigkeit. Weitere Informationen findest du auf sagella.de.

 

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