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Freunde finden (Teil 2)

weitere Tipps von Wanda: Freunde finden in einer neuen Stadt
 
Mein Tipp Nr. 2: Bleib offen und positiv. Klar fühlst du dich erst einmal fremd in der neuen Umgebung, aber ein neuer Ort kann dir auch viel Inspiration geben. Nichtsdestotrotz: Ich habe mir vorgenommen, dass ich mir treu bleibe. Nur weil ich jetzt in Berlin lebe, muss ich ja nicht zwangsläufig immer mit dem Jutebeutel vor die Tür! Oder? Und ich bin auch nicht der Typ Frau, die gleich jede Person anspricht, die ihr sympathisch ist. Deshalb: Wenn du Tipp 1 befolgst, wirst du Leute kennenlernen, die ähnlich ticken wie du. Füge dich neuen Strukturen, aber dränge sie dir nicht auf. Wenn sich Verabredungen oder neue Kontakte einfach nicht passend anfühlen, dann ist es so – das ist okay und du solltest dir deshalb keine Vorwürfe machen. Die neue Stadt ist groß, weiter geht’s!
 
Bekannte sind nicht gleich Freunde
 
Letzten Donnerstag war ich mit Paul und Henriette, meinen Nachbarn aus Etage fünf, abends noch etwas trinken. Es war lustig, wir haben gelacht und gute Gespräche geführt. Nicht allzu spät verabschiedeten wir uns im Hausflur. Als ich die Tür zufallen ließ, fühlte ich mich gut. Aber auch die Erkenntnis setzte sich fest: Das war nett, aber wird das mehr?
 
Mein Tipp Nr. 3: Lerne zu akzeptieren, dass einige Menschen das Level „gute Bekannte“ nicht verlassen werden. Nicht aus allen Kontakten können sich Freundschaften entwickeln. Gerade feste Rollen wie „der Nachbar“, „die Kollegin“ oder „der Steuerberater“ sind manchmal so festgefahren, dass sich daraus nichts Größeres entwickeln wird. Auch das ist vollkommen okay. Gute Bekannte können dir a) die Möglichkeit auf neue Kontakte eröffnen und b) auch super nett sein, wenn es darum geht, einfach mal ungezwungen essen zu gehen und ein bisschen zu plaudern. Das Gute an Bekannten: Verpflichtung und Kontakthäufigkeit sind hier weniger aufwendig, da man sich eher nur an der Oberfläche bewegt. Du musst nicht mit jedem gleich gut befreundet sein, nur weil man sich sympathisch ist. Aber auch hier ist alles möglich: Manchmal entwickelt sich aus einem langen Bekanntenverhältnis auch eine vertraute Freundschaft. Stempel deshalb nicht gleich alle Bekannte als nicht-freundschaftsfähig ab.
 
Halte alte Freundschaften, aber sei auch offen für neue Charaktere
 
Mein Tiefpunkt bis jetzt? Samstagabend. Eigentlich die Zeit, in der ich mit Lotta und Maike verabredet bin. Wir treffen andere Mädels, gehen aus, kochen, schauen Filme, tanzen oder oder oder. Ich könnte hier tausend Geschichten erzählen. Diesen Samstagabend? Ich, Thunfischsalat und der Fernseher. Toll! Dabei hatte Amelie aus dem Büro gefragt, ob ich mit zu diesem Kinoabend gehen möchte. Ich habe abgesagt, weil ich mit Lotta zum Telefonieren verabredet war und weil Amelie eigentlich gar nicht mein Freundinnen-Typ ist. Und nun: Eine Stunde Telefonat, jetzt eine einsame Wanda.
 
Mein Tipp Nr. 4: Gib neuen Menschen in deinem Leben eine Chance. Klar können deine alten Freunde nicht ersetzt werden, das sollen sie auch gar nicht. Aber versuche, dich auf neue Persönlichkeiten einzulassen. Die Kontakte zu Hause hältst du weiterhin, so gut wie möglich. Aber gestehe dir auch ein, dass deine „alten“ Freunde eben nicht mehr am gleichen Ort leben und du nicht alles mit ihnen teilen kannst. Freue dich darauf, neue Momente und Erlebnisse mit neuen Menschen zu genießen. So bekommst du alle Freundschaften unter einen Hut.
Ich bin guter Dinge. Ich schaffe das, du schaffst das auch. Und denke daran: Du bist nicht die Einzige, die ein neues Kapitel beginnt. Auch andere werden nach neuen Freundinnen suchen. Viel Freude beim Suchen & Finden.
Wunderbare Grüße
Deine Wanda
 
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