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Eine Frage der Kritik (Teil 1)

Egal ob im Job oder privat – Kritik gehört nun mal zum Leben dazu. Aber oft neigen wir dazu, alles viel zu persönlich zu nehmen. Und meist behalten wir die negativen Dinge viel eher im Kopf, als die positiven. Wir verraten dir, warum das so ist – und wie du mit Kritik richtig (und gesund!) umgehst.

 

„Du arbeitest nicht sorgfältig genug.“ „Deine neue Frisur steht dir überhaupt nicht.“ „Du bist unzuverlässig.“ Wer kennt das nicht? Egal ob vom Chef, Kollegen, der Familie oder Freunden: Kritik ist uns meist unangenehm. Und oftmals nehmen wir sie uns viel zu sehr zu Herzen. Aber woran liegt das?

Selbstbild vs. Fremdbild

Jeder von uns hat ein bestimmtes Bild von sich selbst: Wer bin ich, wie verhalte ich mich, was kann ich und wofür stehe ich? Sobald eine andere Person dieses Selbstbild in Frage stellt oder kritisiert, kann es zu einem inneren Konflikt kommen. Denn: Kritik kratzt oft an unserem Selbstwertgefühl – oder ist im schlimmsten Fall sogar richtig verletzend. Wann uns solche Bemerkungen besonders nahegehen, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Aber eines haben wir gemeinsam: Jede Kritik bietet uns eine Chance, etwas besser zu machen – oder uns von unseren Kritikern abzugrenzen. Und das Schöne: Es ist dabei egal, ob die Kritik berechtigt ist oder nicht.

Kritik ist nicht gleich Kritik

Niemand ist perfekt – und das ist gut so. Umso dankbarer können wir für Mitmenschen sein, die sich die Zeit für konstruktive Kritik nehmen. Damit begleiten sie uns ein Stück weit in eine neue Richtung. Schwieriger wird es, wenn die Kritik aus einer emotionalen Ausnahmesituation wie Wut oder Trauer heraus entsteht – das kennen wir ja meist aus engen Beziehungen wie Familie oder guten Freunden. Aber auch in sehr stressigen Situationen kann es vorkommen, dass verletzende Worte fallen. Und, sind wir mal ehrlich: Abgesehen davon gibt es auch einfach Idioten.

Abkühlen statt eskalieren

Dass ihr darauf gereizt, wütend oder traurig reagiert, ist verständlich. Aber gerade bei unberechtigter Kritik ist es besonders wichtig, ruhig und sachlich zu bleiben. Für impulsive Kritiker ist es oft sogar frustrierend, wenn ihr gelassen reagiert – und das tut euch selbst (und eurem Blutdruck!) ebenso gut. Im Zweifelsfall also: Zuhören, nicken und die Situation erst einmal abkühlen lassen, damit sie nicht weiter eskaliert – auch wenn das zunächst vielleicht schwerfällt.

8 Tipps zum Umgang mit Kritik

Egal ob die Kritik nun konstruktiv ist oder nicht: Diese Tipps helfen euch, entspannter damit umzugehen:

1. Durchatmen

Wuuuusaaaaa. Lasst euer Gegenüber ausreden und atmet in der Zwischenzeit bewusst ein und aus. Das wirkt beruhigend – und hilft dabei, dem Anderen nicht ins Wort zu fallen, egal wie gerne ihr es würdet.

2. Fragen stellen

Um langfristig mit der Kritik umgehen zu können, stellt Rückfragen. Wie genau ist das gemeint? Was kann ich anders oder besser machen? Wann genau ist das der Person aufgefallen? Euer Kritiker wird sich dadurch außerdem auch besser verstanden fühlen.

3. Rollentausch: in den anderen reinversetzen

Nehmt euer Gegenüber ernst – und versetzt euch in seine Lage. Dadurch könnt ihr ihn besser verstehen und nehmt die Worte vielleicht nicht zu persönlich.

4. Sachlich bleiben

Vermeidet es, mit einem „Aber“ zu kontern – dadurch wirkt alles, was ihr sagt, wie eine Verteidigung. Bleibt in eurer Argumentation sachlich, bringt Fakten an und erklärt eure Lage so ruhig wie möglich. Dabei ist es egal, ob ihr euch wirklich rechtfertigen müsst oder nicht.

5. Größe zeigen: Danke sagen

Beleidigte Leberwurst war gestern: Bedankt euch bei eurem Gegenüber für seine Einschätzung und macht das Beste draus. Dadurch wirkt ihr souverän – auch und gerade wenn euer Kritiker das vielleicht nicht erwartet hat.

6. Einfach mal rausgehen

Wenn alles nichts bringt, verlasst die Situation. Oft hilft es, ein bisschen Abstand zu gewinnen. So manche Dinge klären sich dann von ganz alleine. Am besten geht ihr auch physisch raus: Geht spazieren – das hilft auch, inneren Stress abzubauen und den Kopf wieder frei zu bekommen.  

7. Achtsamkeit

Um auch in schwierigen Situationen gelassen zu bleiben und euer Selbstbild zu stärken, können Achtsamkeitsübungen helfen. Regelmäßig geübt, verschaffen sie euch langfristig mehr Ruhe – und einen besseren Umgang mit den eigenen Emotionen.

8. Soziale Kontakte „ausmisten“

Jemand kommt euch immer wieder dumm? Jemand nörgelt ständig an euch rum? Dann möge er bitte verschwinden! Manchmal kann es erleichternd sein, sich von solch giftigen Menschen zu befreien. Wer euch nicht zu schätzen weiß, sollte in eurem Leben (wenn möglich) auch nichts zu suchen haben.

In diesem Sinne: Keep calm and carry on, Ladies!

Euer w-wie-weiblich-Team

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